Donnerstag, 09. Januar 2020 – Morning Briefing

Airbnb prüft Mieter mit KI – UBM Development veräußert drei Projekte – Widerstand gegen Strabag-Deponie – Niedrigzinsen gut für österreichischen Immo-Markt

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Polen/Wien: Drei Projekte von UBM vor Fertigstellung veräußert – Steiermark: Was könnte Strabag-Deponie noch aufhalten? – Österreich: Prognose für 2020

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Strabag UBM Airbnb Immobilienwirtschaft Wohnungen

Kuriosität des Tages:

Die Vermittlungsplattform Airbnb will, wie der Standard berichtet, künftig die Social-Media-Profile potentieller Gäste mittels KI auswerten. So soll herausgefunden werden, wer vertrauenswürdig ist und von wem die Gefahr ausgeht, eine Wohnung zu verwüsten – wie es in der jüngsten Vergangenheit ein paar Mal vorkam. Auch Strafregister sollen dafür abgefragt werden. Ein entsprechendes Patent wurde beantragt.

Veräußert

Kurz vor Jahresende hat die börsennotierte UBM Development – knapp zwei Jahre vor Fertigstellung – drei Projekte veräußert. Dabei handelt es sich um zwei Hotels in Polen und ein Wohnbauprojekt in Wien. Die Veräußerungserlöse belaufen sich auf rund 120 Millionen Euro. Das Mercure Mlynska Hotel in Kattowitz und das ibis Style Mogilska in Krakau wurden für 86 Millionen Euro von Union Investment übernommen, sie sollen im dritten Quartal 2021 fertig sein. Das Wohnbauprojekt in der Baranygasse in Wien-Donaustadt, wo bis zum vierten Quartal 2021 in Summe 126 Wohnungen entstehen sollen, ging an die BUWOG. (apa/red)

Not in my backyard

In Premstätten im Bezirk Graz-Umgebung gibt es Streit um die geplante Deponie für Baureste von der Strabag. Die Gemeinde hat eine Initiative gegründet, in der sie ihren Missmut über den Bau zum Ausdruck bringt – es herrscht Angst vor Giftstoffen, etwa Asbest. Der Bürgermeister meint, der Gemeinde seien derzeit rechtlich die Hände gebunden, vielleicht ginge aber ein Verkauf mit anschließender Umwidmung des Grundstücks. Der Grund gehört derzeit Wienerberger.

Heuer

Laut einer Prognose des Immobilien-Dienstleisters EHL werden in Österreich auch 2020 die Zinsen niedrig bleiben, was den Immobilienmarkt begünstigt. Trotz vieler Fertigstellungen wird die Nachfrage weiterhin hoch bleiben, Grund dafür ist das Bevölkerungswachstum.  60 Prozent der neuen Wohnungen sind für Miete bestimmt, weshalb es einen Nachfrageüberhang bei Eigentumswohnungen geben werde. Wer nach Büroflächen sucht, könnte sich freuen – es werden heuer wohl viermal so viele Büros fertigstellt wie 2019. Einen ausführlichen Bericht über die Prognose lesen Sie noch heute auf solid!

Unser Lesetipp des Tages: So wird 2020 für Gewerbeimmobilien in Deutschland

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