Freitag, 10. Mai 2019 – Morning Briefing

Airbnb erstmals über einer Million Buchungen in Ö – Deutsche Bauwirtschaft spricht Politik an – Krane als Gefahr in Seattle?

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Österreich: Viele Touristen würden ohne Airbnb gar nicht kommen – Deutschland: Zu wenig und zu teuer gebaut – Seattle: Diskussionen nach Kranunglück

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morning briefing Sicherheit Bauwirtschaft Airbnb

Zitat des Tages:

„Wir haben alle ein gemeinsames Ziel, wir wollen den Standort Wien attraktiver machen. Dafür braucht es eine enge Zusammenarbeit, innovative Projekte, kurze Genehmigungsverfahren und eine effiziente Umsetzung.“

Alexander Biach ist ab 1. Juli erster Standortanwalt für Wien. Das Präsidium der WK Wien hat ihn bestellt. Das Tätigkeitsprofil wird derzeit ausgearbeitet. 

Nicht ohne Airbnb

2018 stiegen die Airbnb-Buchungen für Österreich erstmals über eine Million konkret auf 1,1 Millionen. Das gab das Unternehmen selbst gestern, Donnerstag, bekannt. Das entspricht einem Wachstum von 40 Prozent in nur einem Jahr. Drei Prozent aller Gäste buchten demnach ihre Übernachtung über die Plattform. Airbnb macht außerdem auf eine Befragung unter 400 Nutzern aufmerksam, wonach 22 Prozent der Touristen ohne die Airbnb-Möglichkeit kürzer und vier Prozent gar nicht nach Österreich gekommen wären. Das ergibt 504.000 der 3,6 Millionen Airbnb-Übernachtungen. 

Einmal mehr

Laut einer aktuellen Studie vom Prognos Institut verhindern die hohen Baulandpreise das Schaffen bezahlbaren Wohnraums in Deutschland – es würde zu wenig und zu teuer gebaut. Die Studie wurde von den sieben Mitgliedern des Verbändebündnis Wohnungsbau in Auftrag gegeben, zu dem unterschiedlichste Interessenverbände gehören, und beim Wohnungsbau-Tag gestern, Donnerstag, in Berlin vorgestellt. Es werden auch die Politik einmal mehr aufgefordert, für mehr und günstigeres Bauland, schnellere Genehmigungsverfahren und geeignete Förderprogramme zu sorgen.

Gefahr von oben

Nachdem Ende April in Seattle ein Teil eines Krans von einer Baustelle auf die Straße fiel und vier Menschen tötete, kam es einmal mehr zu Sicherheitsdebatten. Seit drei Jahren gibt es in der Stadt in Washington mehr Baukräne als sonst wo in den USA. 2007 wurde die immer noch anhaltende intensive Bauphase vor allem durch Amazon ausgelöst, als der Konzern seine Zentrale hierher verlegte und andere große Unternehmen folgten. Nachdem ein anderes Kranunglück 2006 tödlich ausging, wurden die Regulierungen verschärft und mehr Ressourcen für die Überwachung beschlossen. Derzeit kommen in Seattle sieben Untersucher auf 120 Turmkräne. Ob es sich bei dem jüngsten Unglück um menschliches oder maschinelles Versagen handelt, ist noch nicht geklärt. 

Unser Lesetipp des Tages: SOLID Bautechpreis 2019 – das sind die Projekte der Preisträger!

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