Österreich

327 Millionen Euro fließen heuer ins Straßennetz in Niederösterreich

Lesen Sie hier, wieviel von der Asfinag und wieviel vom Land kommt und was die Hauptvorhaben sind.

ASFINAG Niederösterreich Infrastruktur Straßenbau Karin Zipperer

Die Asfinag investiert 207 Millionen Euro in Autobahnen, das Land stellt für Projekte 120 Millionen zur Verfügung.

327 Millionen Euro fließen heuer in Straßenbauprojekte in Niederösterreich. Davon investiert die Asfinag 207 Millionen in Autobahnen, 120 Millionen nimmt das Land für das Landesstraßennetz in die Hand. Die Schwerpunkte der Baumaßnahmen wurden am Donnerstag von LH Johanna Mikl-Leitner, LR Ludwig Schleritzko (beide ÖVP) und Asfinag-Vorstandsdirektorin Karin Zipperer präsentiert.

Die Asfinag arbeitet heuer auf 13 großen Baustellen in Niederösterreich, "Hotspot" sei das Weinviertel, sagte Zipperer bei einer Pressekonferenz in St. Pölten. Gemeinsame Vorhaben mit dem Land sind die Errichtung der Umfahrung Drasenhofen und der Weiterbau der Weinviertler Schnellstraße (S3).

Im Frühjahr starten die Hauptarbeiten zur Umfahrung Drasenhofen als Verlängerung für die Nord/Weinviertelautobahn (A5) Richtung Tschechien. Die Fertigstellung ist für 2019 geplant, die fünf Kilometer lange Strecke soll rund 1.800 Lkw täglich aus den Ortschaften abziehen. Das bedeute eine enorme Verbesserung für die Bevölkerung, weil der Verkehr dort eine unglaubliche Dichte erlangt habe und es eine unglaubliche Lärmbelästigung gebe, sagte Mikl-Leitner.

Seit Juni 2017 läuft der Weiterbau der S3, heuer im Frühjahr starten die Arbeiten zwischen Hollabrunn und Guntersdorf. 132 Millionen Euro an Investitionen sind vorgesehen. Vom Land errichtet wird die Spange Guntersdorf als Verbindung der Thayatal Straße (B30) mit der neuen S3. Die Fertigstellung ist für 2020 geplant.

Auf der Westautobahn (A1) wird im Mai die dritte Fahrspur zwischen Matzleinsdorf und Pöchlarn im Bezirk Melk für den Verkehr freigegeben. Danach ist die A1 vom Knoten Steinhäusl in Niederösterreich bis Voralpenkreuz (Oberösterreich) auf drei Spuren befahrbar. Weiters laufen Vorbereitungen für den dreispurigen Ausbau der Ostautobahn (A4) zwischen Fischamend und Neusiedl (Burgenland). Außerdem werden Fahrbahn und Brücken entlang der Südautobahn (A2) zwischen Grimmenstein und Aspang in den kommenden drei Jahren saniert.

Vom Land wird unter anderem in Landesstraßen und die Sanierung von Brücken - insgesamt 650 Baumaßnahmen - investiert. Weiters geplant ist laut Schleritzko die neue Anschlussstelle "Flughafen West" an die A4. Für die Anschlussstelle Wiener Neudorf und den Umbau des Moduls 2 sei die Vereinbarung zwischen Land und Asfinag bereits unterfertigt. Unterschrieben sei auch das Planungsübereinkommen für die Entlastungsspange Schwechat-Kledering.

In der Diskussion um eine Waldviertelautobahn sollen Studien des Regionalverbandes Waldviertel laut Schleritzko im ersten Halbjahr 2018 abgeschlossen sein. Beleuchtet werden das wirtschaftlich und touristische Potenzial, aktuelle Verkehrszahlen und -ströme sowie ökologische Herausforderungen. Auch das Verkehrsministerium habe eine Analyse angekündigt. Der Landesrat betonte erneut, dass die Entscheidung für oder gegen die Autobahn aus der Region selbst kommen müsse. (APA)

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